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Covid-19 Pandemie gab dem Home-Office Auftrieb

Nicolas Vermersch

Die Quarantänisierung der Hälfte der Weltbevölkerung während der Covid-19 Pandemie gab dem Home-Office Auftrieb.

Eine große Mehrheit der Führungskräfte war gezwungen kurzfristig auf Büroschliessungen zu reagieren, selbst diejenigen, die das Home-Office vor einigen Monaten noch verteufelten. In weiten Teilen der Dienstleistungsbranche (Beratungsfirmen, Ingenieursdienstleistung, Software-Hersteller usw.) hat man erkannt, dass fast hundert Prozent der Tätigkeiten im Home-Office erbracht werden können. Einige Großkonzerne (allen voran PSA in Frankreich) haben bereits beschlossen, dass Home-Office der neue organisatorische Standard und dass "face-to-face" die Ausnahme sein wird.

Ist dieser Trend unumkehrbar? Diese Frage muss jetzt gestellt und nach Antworten gesucht werden.

Während der Zeit der Quarantäne hat sich das Home-Office als etwas Selbstverständliches aufgedrängt. Viele Beschäftigte erkannten, manchmal vielleicht nach einigen Tagen mit Anpassungsschwierigkeiten, dass die Leistungserbringung von zu Hause letztlich die beste Lösung war, um die vollständige Schließung von Unternehmen zu verhindern und so die sozialen und wirtschaftlichen Risiken zumindest teilweise zu reduzieren.

Inzwischen beginnt sich eine vorläufige Bilanz abzuzeichnen, und jeder zieht aus seinem Blickwinkel erste Schlussfolgerungen.

Die Mitarbeiter sind geteilter Ansicht. Einige haben diese neue Lebensweise angenommen und bringen je nachdem unterschiedliche Argumente dafür vor:

  • Zeitgewinn durch die Einsparung des Arbeitsweges zwischen Wohnung und Büro,
  • Begrenzung der Gesundheitsrisiken durch Vermeidung als gefährlich empfundener öffentlicher Verkehrsmittel,
  • Mehr Zeit für die Familie.
  • Dem stressigen Stadtleben entfliehen. Einige dieser neuen Befürworter erwägen sogar zur Verbesserung ihrer Lebensqualität, auf das Land oder in kleinere Städte zu ziehen, und nur wenige Tage im Monat an ihren Arbeitsplatz zu kommen.

Andere haben eine sehr schlechte Erfahrung mit diesem erzwungenen Leben zu Hause gemacht und weisen auf die vielen Nachteile hin:

  • Familienspannungen durch zu viel Nähe und Platzmangel,
  • Schwierigkeit bei der Trennung von Arbeits- und Ruhezeit,
  • Nervöse Anspannung durch die vor dem Bildschirm verbrachte Zeit, entweder allein oder bei Videokonferenzen sowie die ständige Erreichbarkeit.
  • Mangel an menschlichen Kontakten und erschwerter Austausch mit Bürokollegen.

Unter den Führungskräften gibt es auch Unterstützer und Gegner. Wer positiv eingestellt ist, bringt vor:

  • Home-Office ist eine Möglichkeit zur Reduzierung der Mietausgaben des Unternehmens durch die Neukonfiguration von Arbeitsräumen,
  • Höhere Produktivität, weil keine Zeit mit unnötigem Transport und durch zwischenmenschliche Beziehungen verloren geht,
  • Home-Office impliziert einen neuen Führungsstil, der stärker ziel- und ergebnisorientiert ist und den Mitarbeitern mehr Verantwortung anvertraut.

Die Kritiker weisen darauf hin:

  • Der Austausch, die gemeinsame Nutzung und die Kommunikation bei der Arbeit werden durch die Entfernung erschwert, und dies birgt mittel- und langfristig die Gefahr, dass die Innovation gebremst wird, und die Teamarbeit zu kurz kommt,
  • Fehlende menschliche Kontakte haben einen negativen Einfluss auf das Arbeitsklima, was sich schlecht auf die Motivation und Leistung der Mitarbeiter auswirken kann,
  • Isolation kann dazu führen, dass einige Mitarbeiter sich innerlich aus dem Unternehmen ausklinken, ohne dass das Management dies rechtzeitig bemerkt.

Die Arbeitnehmerorganisationen sind besonders wachsam. Sie alle weisen darauf hin, dass das Home-Office nicht improvisiert werden darf, dass es von den Sozialpartnern ausgehandelt und in Betriebsvereinbarungen organisiert werden sollte, wie es mancherorts schon vorher der Fall war.

Wenn das Home-Office zur neuen Norm werden sollte, wie es manche Gruppen postulieren, müssen alle Vereinbarungen über die Organisation des Arbeitslebens und der Arbeitszeit neu verhandelt werden, was das Arbeitsrecht durcheinanderbringen wird.

Alle diese Gesichtspunkte sind stichhaltig. Sie sind nur die ersten Lehren, die in der jüngsten Vergangenheit gezogen wurden. Die Überlegungen müssen vertieft werden, und in den kommenden Monaten wird es eine Fülle von Ideen zu diesem Thema geben.

Die Verhandlungen werden in großen und kleinen Unternehmen vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise beginnen, die kurzfristig die meisten Unternehmen und langfristig einige Sektoren wie die Luftfahrt, Fluggesellschaften, das Hotel- und Gaststättengewerbe und einen Teil des Handels treffen wird.

Das Home-Office wird ein Verhandlungselement in den Umstrukturierungsplänen der Unternehmen sein, die bis Ende des Jahres auf den Weg gebracht werden sollen.

Über 3C – Career Consulting Company GmbH

3C Career Consulting ist eine international tätige Personalberatung und wurde 2001 mit Sitz in München gegründet. Das Unternehmen besetzt Fach- und Führungspositionen in den Bereichen IT und Internet, Automotive und Industrie. Dabei verfolgt 3C das Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit seiner Kunden nachhaltig zu verbessern. Die langjährige Branchenerfahrung der Berater sowie das fest angestellte Researcher-Team sichern die hohen Qualitätsansprüche von 3C und leisten einen wesentlichen Beitrag für eine schnelle und passende Besetzung offener Positionen.

Pressekontakt

Nicolas Vermersch - Geschäftsführer
3C Personalberatung GmbH
Nibelungenstraße 84
D-80639 München
Web: www.personalberatung-3c.de
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